Tibetbahn

22 Stunden mit dem Zug. 6 Personen im Abteil. Furchtbar schlecht geschlafen, und seit 11.15 bin ich jetzt in Lhasa. Es regnete jn Strömen bei der Ankunft. Abholservice,Hotel alles bestens.

Auf der Fahrt unendliche Hochflächen, teilweise versalzen ?, Yaks, Pferde, Schafe und Ziegen, zum Teil Sanddünen. Die Chinesen versuchen hier offensichtlich alles, die Verwüstung zu stoppen, indem Gräser, Sträucher und Bäume in Massen gepflanzt werden. Andererseits gibt es Bergbau.

Sieht aus wie Kali, könnte auch Porzellanerde sein - Eingriffe in den Naturhaushalt auf über 3500 m. Höhe. Der Industrialisierungswahn wird von der Regierung in Peking hochgelobt ( Ansage im Zug auf Englisch). Auch durch den Bau der Tibetbahn hat sich der Tourismus um 64 % erhöht. Ob das alles zielführend ist wage ich zu bezweifeln, aber auch 1,2 Milliarden Chinesen wollen ( und es gibt davon nicht wenige ) reisen. 

Ein paar Sätze zur Tibetbahn: Start in Xining, ca. 1950 km lang, Scheitelpunkt 5072 m., der Eingriff beim Bau und auch jetzt beim Strassenausbau ist heftig, teilweise irreversibel, aber auch eine hochtechnisierte Leistung im Permafrostboden zu bauen. Wir haben heute morgen an einer Bahnstation gestoppt in 4618 m.!!