Lhasas Klöster

Heute morgen noch etwas bewölkt, aber dann kam die Sonne. Nach ausgiebigem Frühstück mit Menschen aus aller Herren Länder kam unsere guide. Und gleich gings los in Richtung Drepung Monastety. Das älteste Kloster in Lhasa. Gestern war Vollmond und das gilt im tibetisch-buddhistischen Glauben als etwas besonderes. Deshalb waren mehr Gläubige als sonst unterwegs. Immer wieder verblüffend die Freundlichkeit und die Frömmigkeit der Menschen. Vom Dalai Lama dürfen sie keine Bücher kaufen, noch wissen sie, dass er ein neues Buch geschrieben hat.

Und wenn sie dann noch erfahren, dass man den Dalai Lama schon gesehen hat...

Überall verbrennen die Gläubigen geweihtes Ast- und Zweigmaterial und es qualmt. ( das wär was für die deutschen Brandschutzfanatiker). Im Kloster selbst, beten und spenden die Gläubigen. Geld, Yakbutter, Seidenschals usw.Die Ausstattung ist prunkvoll, das Kloster ist immerhin 1200 Jahre alt. Wegen des schon beschriebenen besonderen Tags wurden die Mönche heute per Gebetstrommel zur Versammlung gerufen. Und es gab einen anmutigen Gesang.

Danach gab es für unsere Gruppe ( 3 Deutsche, 1 Argentinierin, 1 Japanerin, 1 Tschechin, 2 Portugiesen ( kamen nach 140 Stunden Zugfahtt von Moskau hier an !), 2 Engländer, und heute abend kam noch ein Engländer und ein Chinesischer Engländer dazu) erstmal Mittagessen. Tibetisches Yakfleisch in scharfer Sosse mit Reis und Kartoffeln. Schmeckt lecker.

Und dann das Kloster in dem der Dalai Lama oft zum Lehren gewesen ist und auch im 8. Jahrhundert erbaut wurde. Aber wichtiger für die TibeterInnen waren Fotos von mir und Sina, eine grosse,blonde Deutsche, zu machen.

Der Jokhangtempel diente hauptsächlich als Lehranstalt für Mönche.

Nach einer kurzen Pause gings dann zum Abendessen mit folkloristischer Einlage. Na ja??

Ich bin dann mit Jean und Sina zum Potalapalast gegangen, der wird abends beleuchtet. Nur der Platz davor, dort wo die tibetische Rebellion niedergeschlagen wurde, ist neugestaltet und zum Propagandainstrument der Regierung geworden.