ISYK-KÖL

So, jetzt liegen ein paar internetfreie Tage hinter mir. Nach dem unerfreulichen "next wednesday" auf der usbekischen Botschaft bin ich mit dem Bus nach Isyk-köl gefahren, das soll der 2.grösste Bergsee der Welt sein. Doch der Reihe nach: von Bishkek aus gings ein langes, fruchtbares Tal entlang. Das Getreide ist bereits geerntet, die Obstbäume ( Aprikosen und Äpfel) stehen kurz vor bzw. werden geerntet. Nur die Sauerei des Abbrennens der abgeernteten Feldern scheint aus der sowjetischen Kolchosenkultur übrig geblieben zu sein.

Dann folgt ein Anstieg, relativ karge Landschaft, kaum grün und plötzlich liegt er da: Isyk-köl.( köl bedeutet See ). Eingerahmt, sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite, von schneebedeckten Bergriesen mit bis zu 7000 m. Höhe, schimmert der See in den Farben türkis bis dunkelblau. Am südliche Seeufer weniger Tourismus, dafür Gemüseanbau ( Paprika, Tomaten usw. und Obst. Nach 4 Stunden Fahrt mit dem Bus ( die Bahnlinie ist wieder mal wegen finanzieller Schwierigkeiten eingestellt) bin ich im Jurtencamp Almaluu in Tong gelandet. Eine Jurte für mich ganz alleine !!

Stellt euch vor: morgens aufwachen, vor euch der See und die leider zu oft im Dunst befindlichen Bergriesen und die andere Seite von der Morgensonne bestrahlte schnee- und eisbedeckte Berge.

Relaxen, baden, Herz was willst du mehr. Gestern bin ich dann im Saska-Canyon gewesen und rumgeklettert?!.

Heute morgen dann wieder zurück nach Bishkek in die "alte" Unterkunft und aufgenommen worden wie von Freunden. Es gab erstmal die heimische Spezialität: eine kalte Suppe mit Kartoffeln,Grünzeug, Wurst etc. Schmeckt bei der Hitze erfrischend. ( name folgt,!!)

Im Jurtencamp, von einem Deutsch-Kirgisien mit umgetrieben, war auch eine Gruppe Schamanen. Ich sags euch: nichts verstanden, aber das was da  alles los war.....( hab hinterher die Übersetzung gehört). Das beste am Lagerfeuer: monotones Trommeln, eine sitzt, die andere steht hinter ihr ( bis auf 3 Männer tatsächlich nur Frauen) und schlägt ihr mit den flachen Händen auf den Rücken, und die Sitzende hört sich an, wenn sie sich nach dem Schlag vorbeugt, wenn sie alle Innereien auskotzen würde.

Naja, jedem das, was er/sie braucht.