Esfahan zum geniessen

Zum Abend hin habe ich mir die Brücken angesehen. Wunderschöne Bauwerke, auch in der Dunkelheit gut ausgeleuchtet, aber was ist eine Brücke ohne Wasser......??

Wie mir berichtet wurde, reicht das Wasser aus den Bergen zwar noch für die Wasserversorgung von Esfahan,Ghom und Kashan, ebenso für die Landwirtschaft, aber für den Fluss bleibt nichts übrig !!

Heute morgen habe ich mich erstmals grandios verlaufen, aber ich war dann irgendwann im Palast Chehel Sotun. Eine wunderschöne Gartenanlage, übrigens eine der wenigen die noch übriggeblieben sind, mit Wasseranlagen und einem Palastgebäude, das mit Bildern aus erfolgreichen Schlachten der iranischen Herrscher ausgemalt ist. Eine fliessend Deutsch sprechende, angehende Reiseführerin, erklärte mir auf meine Frage, warum andernorts Bilderstürme gemacht wurden, dass zu dieser Zeit sehr viele italienische Maler im Iran gewesen seien, und dass das damals "in" war. Niemand hat je daran gedacht diese Bilder zu zerstören.

Danach die Hauptattraktion Isfahans der Meydan e Imman. Ein wunderschöner rechteckiger Platz mit zwei Moscheen und einer Medrese (vielleicht am ehesten mit "Schloss" zu übersetzen). In den umlaufenden Arkaden überall Geschäfte.

Hier in Esfahan gibt es auch noch eine armenische Gemeinde mit eigener Kirche und Einrichtung. In einer Ausstellung wird auch über den Völkermord im osmanischen Reich zwischen 1915 und 1917 berichtet.

Am Abend war ich nochmals auf dem Maydan. Jetzt war alles voller Menschen. Morgen wird nicht gearbeitet, (Freitagsgebet und Wochenende) heute nachmittag waren Büros etc. geschlossen, und die Menschen bummelten, bzw. picknickten in den Anlagen.

Einfach nur zum geniessen...